FC Willisau 1:2 Luzerner SC


5. Mai 2022, 20:00 Uhr

 

Fussball, 2.Liga Regional:

 

FC Willisau - Luzerner SC 1:2 (0:0)

 

Bericht: Rony Baumann

 

Das 1: 2 am Donnerstagabend gegen den Luzerner SC war für die Willisauer die vierte Niederlage in Folge. Vor allem in der ersten Halbzeit ging das Heimteam zu nachlässig mit den sich bietenden Chancen um. Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz ist fünf Runden vor Schluss auf drei Punkte zusammengeschmolzen.

 

Nach den unglücklichen und unnötigen Niederlagen gegen Littau und vor allem gegen Aegeri und Cham II wollten die Willisauer am Donnerstagabend im Heimspiel gegen den Luzerner SC endlich wieder punkten. Trainer Mirko Pavlicevic hatte gegenüber der Partie gegen den Leader aus Cham zwei Änderung in der Startaufstellung vorgenommen: Nic Glover lief nach überstandener Erkrankung auf der rechten Verteidigerposition auf und Mike Lütolf startete auf dem rechten Flügel.

 

Und bereits in der 2. Minute stand dieser Mike Lütolf im Mittelpunkt, als er von Aurel Kneubühler perfekt lanciert wurde. Gäste-Goalie Noël Schweizer kam heraus, verschätzte sich aber vollkommen, doch Lütolf konnte diese Unzulänglichkeit nicht ausnutzen. Seinen zu wenig präzisen Abschluss vermochte Josef Ctvrtnicek im Spiel zu halten und auf Silvan Waltisberg zurückzulegen. Dessen Schuss zischte am Tor vorbei.

 

Nur eine Minute später tauchten die Willisauer wieder vor dem LSC-Tor auf. Nach einem tollen Kurzpassspiel im Mittelfeld wurde Waltisberg lanciert. Dessen flache Hereingabe auf den ersten Pfosten brachte Ctvrtnicek aufs Tor, doch Schweizer war zur Stelle.

 

Nach diesem guten Auftakt des Heimteams fanden die Gäste besser ins Spiel und erarbeiteten sich zumindest optisch leichte Vorteile. Die Willisauer verteidigten solid und konnten sich dank präzisem Kurzpassspiel immer wieder aus der Umklammerung lösen. Oft griffen die Hinterländer über einen ihrer Flügelspieler an. Auffällig war dabei Aurel Kneubühler: Der zentrale Mittelfeldmotor ist vor allem für seine aufsässige und zuverlässige Defensivarbeit bekannt, bot sich aber immer wieder auch als Anspielstation für die Verteidiger an und versuchte, das Willisauer Spiel anzukurbeln. Wie schon so oft mangelte es beim FCW jedoch an Genauigkeit beim letzten Zuspiel oder dann beim Abschluss.

 

Nach etwa einer halben Stunde flachte das Spiel ab. Die Gäste aus Luzern kontrollierten das Geschehen, ohne sich nennenswerte Chancen herauszuspielen. So war die Partie auch nach 45 Minuten noch torlos.

 

Späte Entscheidung

Zehn Minuten nach dem Seitenwechsel sollte sich das ändern. Nach einem gut getretenen Freistoss der Luzerner war der eingewechselte Emanuell Sakica am hinteren Pfosten zur Stelle und traf kaltblütig per Kopf zur Gäste-Führung. Aus Sicht der Willisauer war es ein sehr ärgerliches Gegentor nach einer Standardsituation und dies nach der ersten echten Gelegenheit der Luzerner. Doch den Willisauern gelang eine Reaktion auf diesen Rückschlag. Rund zehn Minuten nach dem Gegentor spitzelte Tim Bossart den Ball an der rechten Strafraumecke am herauseilenden Torwart vorbei und flankte den Ball zur Mitte. Dort war Josef Ctvrtnicek zur Stelle und hatte keine Probleme, den Ausgleich ins verwaiste Tor zu bewerkstelligen.

 

Das Spiel blieb in der Folge ausgeglichen und obwohl sich beide Teams bemüht zeigten, blieben weitere grosse Chancen lange aus. So deutete bereits einiges auf eine durchaus gerechte Punkteteilung hin, als in der 88. Minute die Entscheidung zugunsten der Gäste fiel. Nach einem eigenen Freistoss liefen die Willisauer in einen Konter, den der ehemalige FCW-Akteur und heutige LSC-Captain Arben Balaj mit einem Schuss von der Strafraumgrenze erfolgreich abschloss. Es war ein äusserst bitterer Schlusspunkt für die Willisauer.

 

Schon am Donnerstag in Emmen

Die Hinterländer stehen bereits übermorgen Donnerstag (20 Uhr, Feldbreite) erneut im Einsatz. Für das Team von Trainer Mirko Pavlicevic steht dann das schwierige Auswärtsspiel gegen den Tabellenzweiten aus Emmen auf dem Programm.

 

 

Willisau -Luzerner SC 1: 2 (0: 0)

Schlossfeld. - 110 Zuschauer. - SR Mauricio. - Tore: 59. Sakica 0: 1.69. Ctvrtnicek 1: 1.88. Balaj 1: 2. - Willisau: Gyano; Glover, Imgrüt, Bucheli, Zdenek Weickert; Kneubühler (92. Tobias Müller); Lütolf (80. Shams), Berisha, Waltisberg (31. Andrej Weickert); Ctvrtnicek; Bossart. - Luzerner SC: Schweizer; Todic (87. Spahiu), Procopio, Ndombele, Osmanovic (38. Sakica); Krasniqi (60. Blättler), Januzaj, Peric, Qupi (80. Yalcin); Balaj; Elshani (75. Murati).

Fotos freundlicherweise von Mendi Photo zur Verfügung gestellt.