SC OG 1:0 FC Willisau


16. Oktober 2021, 18:00 Uhr

 

Fussball, 2.Liga Regional:

 

SC OG - FC Willisau 1:0 (0:0)

 

Bericht: Ronny Baumann

 

Unter den Strich gerutscht

Die Willisauer mussten am Samstagabend gegen den SC Obergeissenstein die sechste Saisonniederlage hinnehmen. Vor allem in der ersten Halbzeit hätten die Hinterländer die Partie in für sie positive Bahnen lenken können. So aber ist das Team von Trainer Mirko Pavlicevic unter den Strich gerutscht.

 

Für beide Mannschaften war es am Samstagabend eine wichtige Partie: Der SC Obergeissenstein und der FC Willisau waren vor dem Spiel nur durch einen Punkt getrennt und wollten mit einem Sieg zumindest ein bisschen Distanz zu den Abstiegsplätzen schaffen. Für die Gäste aus dem Hinterland kündigte sich die Aufgabe auf dem ungewohnten Kunstrasen anspruchsvoll an. Im bisherigen Saisonverlauf waren die Stadtluzerner zu Hause noch ungeschlagen geblieben. Nach der guten Leistung im Heimspiel gegen den Tabellendritten aus Emmen rechneten sich die Willisauer dennoch gute Chancen auf Punktezuwachs aus.

 

In den ersten Minuten waren die Gäste allerdings schwerpunktmässig mit Verteidigungsarbeit beschäftigt. Das Heimteam versuchte sofort, seine Vorteile auf der Plastikunterlage auszunutzen und setzte die Gäste unter Druck. In den ersten zehn Minuten kamen die Stadtluzerner zu drei Torschüssen, welche sie sowohl durch eigenes Unvermögen als auch aufgrund guter Abwehraktionen der Hinterländer nicht verwerten konnten. Die Willisauer brauchten eine Viertelstunde, um ins Spiel zu finden. Daraufhin übernahmen sie das Zepter und kamen selber zu Chancen. Eine davon konnten sie gar verwerten: Tobias Müller allerdings stand nach einer guten Kopfballverlängerung von Jakub Hrustinec knapp im Abseits. Hrustinec stand auch bei den nächsten zwei Grosschancen im Mittelpunkt: Zunächst wehrte SCOG-Goalie Jérome Hajnal einen Schuss von Simon Brun direkt vor die Füsse des Mittelfeldspielers, doch beim Abschluss traf dieser den Ball nicht richtig. Und wenig später dribbelte Jakub Hrustinec durch die gegnerische Abwehr, bis er im Strafraum zu Fall gebracht wurde. Das Schiedsrichtergespann liess allerdings weiterspielen und zog damit den Unmut der mitgereisten FCW-Fans auf sich.

 

Ein Tor entschied Zu Beginn der zweiten Halbzeit nahmen die Willisauer einen Wechsel vor: Jafar Shams ersetzte Lionel Peter. Der SC Obergeissenstein startete aber wiederum besser und kam zu zwei guten Chancen. Blieben diese noch ohne Auswirkungen auf den Spielstand, änderte sich das in der 56. Minute: Nach einem Einwurf auf der rechten Seite verwandelte Michael Stalder eine flache Hereingabe zum 1: 0. Danach hatten die Gastgeber das Spiel im Griff und hielten die Gefahr erfolgreich von ihrem eigenen Tor fern. Den Willisauern gelang es nicht, ihr Kombinationsspiel konsequent aufzuziehen. Die vermehrt praktizierten langen Bälle in die Spitze brachten nur wenig ein. Bis auf zwei gute Abschlüsse in den letzten fünf Minuten kamen auch die Platzherren nicht mehr gefährlich vors Willisauer Tor. Das eine Treffer reichte ihnen aber schliesslich, um die volle Ernte einzufahren und in der Tabelle an den Willisauern vorbeizuziehen. Diese liegen nun auf dem vorletzten Platz und somit unter dem Strich. Allerdings sind die Teams auf den Rängen 6 bis 13 nur durch drei Punkte getrennt.

 

Bereits heute in Littau

Das Team von Trainer Mirko Pavlicevic steht schon heute Dienstag (20.15 Uhr, Ruopigen) im Achtelfinal des IFV-Cups wieder im Einsatz. Die Willisauer treffen auswärts auf Ligakonkurrent uns Titelverteidiger Littau. In der Meisterschaft geht es für den FCW am kommenden Sonntag (14 Uhr, Schlossfeld) mit dem Heimspiel gegen Hochdorf weiter. 

 

 

Obergeissenstein - Willisau 1: 0 (0: 0)

Wartegg. - 100 Zuschauer. - SR Santhakumar. - Tor: 56. Michael Stalder 1: 0. - Obergeissenstein: Hajnal; Wildisen, Kok, Da Silva Pereira, Widmer; Bassi, Albisser, Samuel Stalder, Michael Stalder (88. Mosses); Illi, Felber (71. Vogel). - Willisau: Gyano; Müller (78. Bucheli), Imgrüt, Setz; Waltisberg, Kneubühler (68. Marbach), Peter (46. Shams), Brun; Hrustinec (78. Bucher); Lütolf, Müller.