FC Willisau - SC Emmen


Samstag, 14. April 2018, 18 Uhr

 

Willisauer scheinen nicht zu stoppen

 

2. Liga Regional

FC Willisau - SC Emmen 3:1 (0:0)

 

Bericht: Patrik Birrer (Willisauer Bote)

  

Die Willisauer entscheiden das Spitzenspiel gegen Emmen mit 3:1 für sich. Damit sorgen sie im Kampf um den Aufstieg wohl für mehr als nur eine Vorentscheidung.

 

«Yeeeeeees!», schallt es am Samstagabend kurz nach 19.50 Uhr über den Sportplatz Schlossfeld. Soeben hat Schiedsrichter Roger Mattmann die Partie zwischen Willisau und Emmen beendet. 3:1 haben die Hinterländer gewonnen, die Erleichterung bei Roger Felber ist sicht- und hörbar. Ihm, seinem Trainerkollegen Gody Bühler und allen beim FC Willisau ist klar: Das war ein grosser Schritt Richtung Aufstieg.

 

Harzige erste Halbzeit

Doch bis es so weit war, hatten die Willisauer das erwartet harte Stück Arbeit zu verrichten. Der Tabellendritte Emmen war nicht angereist, um irgendwelche Geschenke zu machen. Dies erhielt das Heimteam von allem Anfang an klar aufgezeigt. Zwar hatten die Willisauer praktisch die ganze erste Halbzeit über optisch mehr vom Spiel, waren öfter in Ballbesitz. In echte Torgefahr konnten sie diese Vorteile aber nicht ummünzen. «Wir waren lange Zeit nicht richtig da», sollte Gody Bühler nach dem Spiel sagen. Roger Felber formulierte es so: «Wir sind vor allem in der Offensive nicht dahin gegangen, wo es wehtut.»

Zweimal fehlte wenig und die Emmer hätten den Willisauern richtig wehgetan. In der 18. Minute klatschte Silvio Königs abgefälschter Schuss an die Querlatte. Und nach einer halben Stunde traf Paolo Studer nur den Pfosten. «Wir hätten uns über einen Rückstand zur Pause nicht beschweren können», meinte Roger Felber.

 

Steigerung wird belohnt

In seiner Halbzeitansprache muss das Willisauer Trainerduo die richtigen Worte gefunden haben. Die Platzherren wirkten nach Wiederanpfiff präsenter, aufsässiger. Bestes Beispiel: Nach einem weiten Ball in den Emmer Strafraum setzt Zeljko Karajcic vehement nach, luchst Steven Zwimpfer den Ball ab und wird nur Augenblicke später von diesem gefoult. Den fälligen Penalty verwandelt Innenverteidiger Dominik Vogel souverän zur Willisauer Führung. Und der Leader powert gleich weiter. Von der rechten Seite flankt Karajcic mustergültig zur Mitte, wo der eingewechselte Dario Wirz wuchtig per Kopf zum 2:0 erhöht. Innerhalb von drei Minuten lenken die Willisauer das Spiel in die gewünschten Bahnen.

Die Emmer sind zu keiner nachhaltigen Reaktion fähig. Zwar sind sie weiter engagiert, es gelingt ihnen aber erst in den letzten zehn Minuten, den Druck aufs Willisauer Tor konstant zu erhöhen. Zu diesem Zeitpunkt liegen sie bereits mit drei Toren in Rückstand. Dies, nachdem Jonas Bühler eine Vorlage von Karajcic im Tor untergebracht und das Spiel entschieden hat. Mehr als der 3:1-Anschlusstreffer durch den eingewechselten Florant Weseli gelingt den Gästen nicht mehr. Acht Runden vor Schluss haben die Willisauer somit 14 Punkte Vorsprung auf einen Nichtaufstiegsplatz.

 

Im Cup-Einsatz

Bereits am Dienstag, 17. April 2018 (20 Uhr, Sportpark) treten die Willisauer im Viertelfinal des IFV-Cups auswärts bei 3.-Ligist Rotkreuz an. Die Zuger führen die Gruppe 1 souverän an und holten 41 von möglich 45 Punkten. Ausserdem schaltete das Team von Trainer Vincenzo Palatucci auf dem Weg ins Viertelfinal bereits die beiden 2.-Ligisten Schattdorf und Küssnacht aus. Die Willisauer sind gewarnt. «Das wird eine ganz happige Aufgabe. Wir erwarten einen Gegner auf Augenhöhe, der vor allem in der Offensive unheimliches Potenzial hat», sagt Willisaus Trainer Gody Bühler. «Aber es gibt im Cup nur Sein oder Nichtsein. Und wir wollen in den Halbfinal.»

 

Schlossfeld. – 100 Zuschauer. – SR Mattmann. – Tore: 62. Vogel (Foulpenalty) 1:0. 65. Wirz 2:0. 79. Bühler 3:0. 84. Weseli 3:1. – Willisau: Bolliger; Dahinden, Ostojic, Vogel, Eugster; Brun (85. Paluca), Daka, Mijatovic, Kohler (58. Wirz); Karajcic, Bühler (80. Tschopp). – Emmen: Mühlebach; Beeler, Gomez, Zwimpfer, Koch; Gashi (83. Baumgartner), Krongrava, Bühlmann, König, Studer (74. Weseli); Greter. – Bemerkungen: 18. Lattenschuss König. 31. Pfostenschuss Studer.